Gut‘ Ding braucht Weile: Datenmigration abgeschlossen, badische Bestände online

Ein Archiv, eine Datenbank: Seit wenigen Tagen sind fast alle Findmittel zur Evangelischen Landeskirche in Baden online recherchierbar. Ein freudiger Anlass für das EABW und eine große Erleichterung für unsere Nutzer. Dahinter steckte kleinteilige, beharrliche Arbeit.

Mit der Fusion der Landeskirchlichen Archive in Karlsruhe und Stuttgart zum 1. Januar 2025 galt es auch, die Bestände der beiden Archive zu vereinen. Im Frühjahr desselben Jahres war es auch soweit, dass die Akten von Karlsruhe nach Stuttgart transportiert wurden. Diese Arbeit konnte durch die vereinten Kräfte eines Dienstleisters sowie der Kollegen in Karlsruhe und Stuttgart unter großen Anstrengungen relativ schnell abgeschlossen werden.

Von AUGIAS nach ACTApro

Eine andere Sache erwies sich jedoch als langwieriger Prozess: Die Datenmigration. Schließlich mussten auch die in Karlsruhe gespeicherten Daten mit nach Stuttgart umgezogen werden. Zwar konnte vieles einfach von einem Server auf den anderen kopiert werden, aber nicht alles. Eine besondere Herausforderung stellte die Migration der Daten aus dem Karlsruher Fachinformationssystem (AUGIAS) in das Stuttgarter System (ACTApro) dar. Da für die unterschiedlichen Systeme keine Schnittstelle existiert, über welche Daten hätten überspielt werden können, war dieser Prozess nicht zu automatisieren und musste zu großen Teilen quasi-manuell durchgeführt werden.

Die Mitarbeitenden des Archivs konnten die badischen Erschließungsdaten schon seit einigen Monaten anwachsen sehen: Ein Blick hinter die Fassade unseres virtuellen Lesesaals in die Erschließungssoftware ACTApro Desk.

Zunächst hieß das, alle Bestände aus AUGIAS zu exportieren. Die so gewonnen „Rohdaten“ wurden – wo nötig – bereinigt, in Form gebracht, paketiert und über ein Importformular in ACTApro eingespielt. Wenn die Datenmigration zunächst recht geradlinig klingt, war es in der Praxis oft ein zäher Prozess, der Genauigkeit, Geduld und Beharrlichkeit erforderte. Schließlich konnte aber auch dieser Prozess gegen alle technischen Widerstände endlich zu einem guten Abschluss gebracht werden. Es handelte sich dabei um 920 Badische Bestände mit insgesamt 233.469 Verzeichnungseinheiten.

Die Findmittel im virtuellen Lesesaal sind endlich vollständig

Das Ergebnis kann im virtuellen Lesesaal eingesehen und durchsucht werden. Zudem werden kontinuierlich neue Bestände der Badischen Landeskirche verzeichnet. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich also!

PS.: Den Umgang mit unserem virtuellen Lesesaal erklären wir in mehreren Videos, die hier zu finden sind.