Im Dienste der Kirche: Die Diakonisse Auguste Goldschmidt (1887-1978) bekommt einen würdigen Platz gewidmet
Zu diesem Nachlass gibt es keine Geschichte zur Übergabe. Der „Nachlass Auguste Goldschmidt“ ist einfach vorhanden: Es ist nicht überliefert, wie er hergekommen ist und wie lange er im Landeskirchlichen Archiv liegt. Es wird vermutet, dass die zu diesem Nachlass formierten Unterlagen über das Diakonissenmutterhaus Mannheim zu uns gelangten. Nun wurde der Nachlass aufgearbeitet und darin ließ sich das Leben einer Frau wiederfinden, die ihr Leben der Kirche widmete.
Auguste Goldschmidt wurde am 22.04.1887 in Waldshut geboren. Im Alter von 21 Jahren entschied sie sich, ihr Leben der Diakonie im Diakonissenmutterhaus Mannheim zu widmen. Während der Zeit des I. Weltkriegs wurde sie berufen, sich um Verwundete zu kümmern: von 1914 bis 1916 in Weinheim, dann bis 1918 in Mannheim. Hierfür wurde ihr das Badische Verdienstkreuz für freiwillige Kriegshilfe überreicht. In dieser Zeit schaffte Auguste Goldschmidt es auch – nach neun Jahren geleisteter Arbeit – am 10. Juni 1917 eingesegnet zu werden. 1920 leistete sie dann ihr Krankenpflegeexamen ab; dass sie in dem Bereich fähig war, konnte sie bereits durch die Jahre zuvor unter Beweis stellen.
Neben einigen kurzen Diensten in unterschiedlichen Gemeinden war das Hauptwerk von Auguste Goldschmidt ihr Dienst in der „Friedenshöhe“ im Bad Herrenalb, dem Schwesternerholungsheim des Diakonissenmutterhauses Mannheim. Bis zu ihrem Tod am 31.01.1978 widmete sie sich ihrem Dienst vollständig und wurde von ihren Mitschwestern zutiefst geschätzt.
Nun kann ihr Nachlass im Online-Findmittel des Landeskirchlichen Archivs recherchiert werden und auch im Lesesaal vor Ort eingesehen werden.
Auguste Goldschmidt vor dem Wandbibelwort (Jes. 52,7) im Eingangsbereich des Schwesternerholungsheims Friedenshöhe in Bad Herrenalb (um 1950) [LkA KA, 154., Nr. 1500]






