„DIMAG“ nun auch im Landeskirchlichen Archiv eingeführt
Elektronische Unterlagen werden selten ausgedruckt und so zu den Akten gegeben. Es droht ein massiver Informations- und Erinnerungsverlust, das dem Grundgedanken eines Archives als Gedächtnisinstitution widerspricht und dem es zu begegnen gilt.
Um das geänderte digitale Verwaltungshandeln dokumentieren und nachverfolgen zu können und den Verlust archivwürdiger Informationen, die nur in elektronischer Form vorliegen, entgegen zu wirken, wurde nun auch im Landeskirchlichen Archiv Karlsruhe „DIMAG“ eingeführt.
Das Archivierungssystem „DIMAG“ steht für „Digitales Magazin“ und wurde 2006 vom Landesarchiv Baden-Württemberg entwickelt. Seit 2010 wird das System in einem Entwicklungsverbund, dem die Landesarchive Baden-Württemberg und Hessen, die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns und das Digitale Archiv Nord angehören, gemäß internationalen Standards kontinuierlich weiterentwickelt.
Ab sofort werden nun auch im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe digitale Daten elektronisch langzeitarchiviert und damit dem Nutzer künftig und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Das Programm wird vom Kirchlichen Rechenzentrum Südwestdeutschland (KRZ.SWD) in Eggenstein-Leopoldshafen gehostet, das diverse Module für die Archive bereitstellt.




