„Bei Regen sind wir in der Halle des Hasenvereins“ – Die chronikalischen Berichte von Pfarrdiakon Häfner sind nun recherchierbar

20. September 2019 | | ,
Keine vier Wochen nach der Übernahme ist der Bestand 150.115, Nachlass Bruno Häfner, nun erschlossen (s. Beitrag vom 28.08.2019).Durch die Tagebuchform, die durch viele Berichte, Protokolle, Briefe, aber vor allem fotografische Untermalung bereichert wird, ist der „Nachlass“ des Pfarrdiakons Bruno Häfner etwas Besonderes in unserem Archiv. Bruno Häfner hat über knappe 30 Jahre seinen Dienst in der Evangelischen Landeskirche in Baden detailliert beschrieben.

Beginnend mit dem Amt als Bezirksjugendreferents im Kirchenbezirk Oberheidelberg (1968) geben die Berichte weiterhin ein buntes Zeugnis über Häfners Arbeit als Landesjugendreferent (ab 1973). Während dieser Zeit studierte er am Homiletischen Oberseminar in Freiburg und wurde 1976 durch Landesbischof Heidland ordiniert. Es folgen die Jahresberichte über seine Arbeit als Pfarrdiakon (ab 1980 mit der Amtsbezeichnung ‚Pfarrer‘) in den Jahren 1978 bis 2000.

In dieser Zeit arbeitete Bruno Häfner erst in der neu gegründeten Gemeinde Karlsdorf-Neuthard-Forst und wechselte dann 1991 nach Legelshurst, wo er bis zu seinem Ruhestand arbeitete. Besonders wichtig war ihm die Jugendarbeit, wodurch es nicht verwundert, dass er in nahezu jedem Jahr eine Jungscharfreizeit geplant und durchgeführt hat, bei denen meistens Waldhütten gebaut wurden, die Herr Häfner nicht müde wurde, zu dokumentieren.Der Bestand hat einem Umfang von 0,25 lfde. Metern mit zwölf Akten, vielmehr gebundenen Büchern, die jeweils über eine eigene Inhaltsangabe verfügen. Besonders an diesem „Nachlass“ ist die Tatsache, dass Herr Häfner Privates und Gemeindliches stark mischt, woran zu erkennen ist, wie außerordentlich er und seine Familie in der Gemeinde eingebunden waren. Des Weiteren liefert diese Art der Häfnerschen Dokumentation ein sehr umfassendes Bild über das Leben, den Werdegang sowie das gemeindliche Wirken eines Pfarrdiakons in dem letzten Drittel des vergangenen Jahrhunderts.

Das Findbuch ist online einsehbar, die Akten selbst unter Wahrung der Schutzfristen im Lesesaal des Archivs.