Innenstadtgemeinden Pforzheim – Folge III: Michaelspfarrei
(Fortsetzung vom 12.12.2022)
Trotz der im Jahr 1556 stattfindenden Auflösung der katholischen Stifte und Klöster blieb die Schloßkirche St. Michael (erste urkundliche Erwähnung 1342) weiterhin die Begräbnisstätte des Fürstenhauses und auch in katholischer Hand.
Durch die Einführung der evangelischen Kirchenordnung brauchte es auch eine evangelische Gemeinde. Diese wurde 1558 als „Stadtpfarrei“ gegründet. Durch den Anstieg der evangelischen Bewohner Pforzheims wurden im Laufe der nächsten 400 Jahre weitere 12 Stadtpfarreien errichtet. Darunter auch 1869 die IV. Stadtpfarrei, welche sich aus dem 2. Diakonat entwickelte und den Namen Sedanspfarrei (Westpfarrei) erhielt.
Durch die große Anzahl der Stadtpfarreien wurden diese im Laufe der Zeit immer wieder umbenannt. So erhielt die I. Stadtpfarrei 1903 den Namen Mittelstadtpfarrei und 1958 erfolgte die Umbenennung in Lutherpfarrei. Die Sedanspfarrei erhielt 1966 den Namen Petruspfarrei.
Diese beiden Pfarreien teilten sich im Zweijahresrhythmus die Verwaltung der Schloßkirche, bis zu deren Fusion im Jahr 1989. Diese neue Gemeinde erhielt ihren Namen von der Schloßkirche St. Michael.
Im Jahr 2019 fusionierte die Michaelsgemeinde gemeinsam mit den Gemeinden Stadtkirche, Thomas, Altstadt und Markus zur Friedensgemeinde Pforzheim, welche den Großteil der Innenstadt und den kompletten Norden betreut. Fortsetzung folgt …





