Ab jetzt wird auch digital archiviert!

Im Landeskirchlichen Archiv wurden kürzlich die ersten digitalen Daten zur Archivierung übernommen. Es handelt sich um Excel-Tabellen, in denen zwischen 1997 und 2008 die Eckdaten kirchlichen Lebens in den einzelnen Kirchenbezirken Badens erfasst wurden. Der Vorteil, diese Daten in elektronischer Form zu übernehmen, besteht darin, dass sie so deutlich besser ausgewertet werden können als in Papierform.

Elektronische Daten dauerhaft aufzubewahren und zu gewährleisten, dass sie lesbar und benutzbar bleiben, ist aber gar nicht so einfach. Die meisten kennen das Problem: Teilweise können Dateien, die erst ein paar Jahre alt sind, schon nicht mehr geöffnet werden, wenn das Dateiformat veraltet ist. Diese entwickeln sich – ebenso wie die Soft- und Hardware – so rasch, dass man kaum Schritt halten kann. Vor diesem Hintergrund setzen die meisten Archive heute auf die so genannte Migrationsstrategie: Digitale Daten, die dauerhaft erhalten werden sollen, werden in ein möglichst langlebiges Dateiformat migriert. Die technologische Entwicklung muss beobachtet werden. Zeichnet sich ab, dass ein Format veraltet, werden die zu erhaltenden Dateien in ein aktuelleres migriert und immer so weiter. Auf diese Weise wird künftig auch mit den Statistik-Tabellen verfahren, die ab sofort als erster digitaler Bestand „Referat 1 – Kirchliche Grundsatzplanung“ im Landeskirchlichen Archiv zur Verfügung stehen.