Alle fünf evangelische Pfarrarchive aus Rheinfelden sind erschlossen

7. August 2023 | | ,
Bereits 1523 verbreitete der Theologe Johann Eberlin von Günzburg (1470-1533) erstmals den reformatorischen Gedanken unter der Bevölkerung Rheinfeldens, allerdings blieb Rheinfelden durch die österreichische Herrschaft genuin katholisch. Erst im 19. Jahrhundert formierten sich wieder Protestanten in Rheinfelden. 1820 wurden die ersten evangelischen Gottesdienste im Schloss Beuggen gefeiert.
1899 gründete sich die evangelische Diasporagenossenschaft mit eigener Pastorationsstelle, 1903 erlangte die Kirchengemeinde schließlich ihre Selbständigkeit mit eigener Pfarrei.

Acht Jahre später wurde die Christusgemeinde gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte errichtete man weitere Pfarrstellen in Rheinfelden: 1957 kam die Pfarrstelle II mit Dienstsitz in Beuggen hinzu, welche seit 1974 als Johannesgemeinde gilt. 1959 errichtete man die Pfarrstelle III, die heutige Pauluspfarrei. 1981 wurde der Ortsteil Herten in die Kirchengemeinde eingemeindet, wo man 1983 die Pfarrstelle IV, genannt Petruspfarrei, einrichtete.

Evangelisches RHEINFELDEN – 5 Archive, 9 Laufmeter, 517 Akten ergaben 7 Monate Arbeit

Nach gut sieben Monaten ist die Kirchengemeinde Rheinfelden nun fertig bearbeitet und das Archiv kann somit in die einzelnen Pfarrgemeinden zurückgebracht werden.
Die Bearbeiterin hat in dieser Zeit fünf einzelne Archive erschlossen: Die einzelnen Pfarrgemeinden (Christus, Johannes, Paulus und Petrus) und die Gesamtkirchengemeinde. Insgesamt sind dies gut 9 laufende Meter mit 517 Verzeichnungseinheiten. Vor allem die Bauunterlagen machen einen großen Teil der Bestände aus.

Die Findmittel dieser fünf Bestände stehen fortan zur Verfügung und sind online recherchierbar.