Die Wahrheit liegt im Archiv! Warum Archivpädagogik für die Wahrheitsfindung wichtig ist
Warum sind Archive heute, im Zeitalter der schnellen Informationsbeschaffung, wichtig? Dieser aktuellen Frage ging die 20. Karlsruher Tagung für Archivpädagogik am 22. März 2019 auf vielfältige Weise unter dem Titel „Fake oder Fakt? Wahrheitsfindung im Archiv“ nach. Zum zweiten Mal nahm das Landeskirchliche Archiv den nachmittäglichen Markt der Möglichkeiten wahr, um mit LehrerInnen, Institutionen und anderen Archiven zum Thema Archivpädagogik in Kontakt zu treten. Der Vormittag mit dem Einführungsvortrag „Mit Akten gegen Fake-News“ sowie drei Workshops regte zum Austausch an und gab Einblick in die Konzepte anderer Institutionen.
Auf dem Markt der Möglichkeiten thematisierte das Landeskirchliche Archiv die Problematik von Fake oder Fakt anhand eigener Bestände. Interessierte versuchten sich an der Interpretation zweier Fotos, die ohne Angaben für den Beleg alternativer Fakten genutzt werden könnten. Wer denkt nicht beim Anblick junger, weiß gekleideter Mädchen an eine Kommunion? Nicht wenige Teilnehmer waren überrascht, dass die Kinder anlässlich der Grundsteinlegung einer Kirche feierlich angezogen waren. Ein Roll-Up mit einem angeblichen Zitat Martin Luthers („Wo der Geist des HERRN ist, da ist Freiheit“) problematisierte die praktizierte Methode des sprichwörtlichen „Worte-in-den-Mundlegens“. Es handelt sich in Wahrheit um einen Bibelvers (2. Kor. 3,17).
Neben der thematischen Anlehnung erhielten die Besucher mittels Informationsbroschüren und der Projektion des Blogs des Landeskirchlichen Archivs einen Einblick in dessen Arbeit.
Wir blicken auf einen ereignisreichen Tag mit fruchtbarem Austausch zurück und freuen uns, wenn aus den Gesprächen Schülerbesuche oder Projekte folgen.






