Findbuch Sammlungsbestand ‚Handschriften und Manuskripte‘ veröffentlicht

6. Juli 2018 | | ,

Einträge des Tagebuchs vom Apr./Mai 1870 von Stadtmissionar Wilhelm Friedrich Glünkin [LkA KA, 151., Nr. 30]

Die Übergabe eines Tagebuchs von dem Stadtmissionar Wilhelm Friedrich Glünkin (1834-1899) durch dessen Urenkelin war der Auslöser, das Findbuch des kleinen, aber sehr gehaltvollen Sammlungsbestandes 151. ‚Handschriften und Manuskripte‘ online zu stellen.Diese Sammlung enthält zumeist in Buchform vorliegende handschriftliche Aufzeichnungen, die ohne Zusammenhang überliefert sind. Dadurch besteht sie hauptsächlich aus Einzelstücken. Der Bestand enthält derzeit 30 Akten mit einer Laufzeit von 1741 bis 1969 und einem Umfang von 0,5 lfm.Neben Mitschriften von Vorlesungen und Seminaren, Vorträgen und Reden, von Gemeindeveranstaltungen und Konfirmandenunterricht sind Manuskripte von Werken, Vorträgen und Reden; Entwürfe; Abschriften; Gebets- und Sprüchesammlungen; Korrespondenzen sowie Tagebücher in dieser Sammlung überliefert. Predigten bilden einen eigenen Sammlungsbestand (152.). Die Provenienz bzw. Zeitpunkt der Übernahme und Übergeber sind – soweit bekannt – genannt.

Stadtmissionar Glünkin sinniert hier über einen nächtlichen Traum, der ihn am nächsten Tag (30. April 1870) in Karlsruhe beschäftigt und bei ihm Zweifel aufkommen lässt, ob er sich bei seiner Brautsuche auf dem richtigen Wege befindet. Er legt sie auch in Gottes Hand: so möge er mir eine von Herzen Gläubige, die etwas mehr als gewöhnliche Bildung besitze, edler Natur + Gemüthsart sei, dabei innerlich + äußerlich reinlich + keusch, gewand im Haus + im Verkehr mit den Leuten angenehm; die etwas Vermögenn habe, für mich das rechte Alter + und auch körperlich wohl gebaut + gewachsen sei, + in der rechten Menschen + und Gottesliebe stehe. Der Eintrag endet mit einem Gebetsruf Wenn ich, o Herr, nach deinem Willen heirathen soll, so schenke mir eine mit diesen Eigenschaften ausgerüstete Person. Ob dieses Gebet des Stadtmissionars Glünkin erhört wurde?
Das Findbuch zu diesem Bestand steht nun allen Interessierten zur Einsicht auf unserer Homepage als PDF zur Verfügung und macht diesen bequemer recherchierbar. Die Akten selbst müssten allerdings im Lesesaal eingesehen werden.