Anstandsregeln für Konfirmanden

8. Juli 2019 | | ,

Wie sollen sich Konfirmanden nicht nur während, sondern auch vor und nach dem Konfirmandenunterricht verhalten?

Dieser Frage musste ein Konfirmand in den 1940er Jahren als Strafaufsatz nachgehen. Was man nicht tun sollte: sich „[…] wie eine Hammelherde stoßend und streitend, mit wildem Indianergeheul von der Kirche aus den Berg hinunter […]“ zu bewegen. Ein ruhiger Hinweg solle immerhin dabei helfen, sich auf den Unterricht vorzubereiten, sowie ein „gesitteter“ Rückweg die Möglichkeit geben, über das Gesprochene nachzudenken.

Ob diese Einsicht auch für die restliche Konfirmandenzeit galt und entsprechend beachtet wurde, ist leider nicht überliefert. (LkA KA, 044. Konstanz–Wollmatingen, Nr. 45)

Strafaufsatz eines Wollmatinger Konfirmanden aus den 1940er Jahren (LkA KA, 044. Konstanz-Wollmatingen, Nr. 45)

2. Seite des Strafaufsatzes eines Wollmatinger Konfirmanden