400. Geburtstag von Martin Luther als Grund zur Gründung: 40 Jahre Stipendien für badische Pfarrers- und Lehrerskinder
Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich den Bestand 102., Lutherstiftung, retrokonvertiert und technisch bearbeitet. Doch kennt man die Deutsche Lutherstiftung, die nach 40 Jahren in den 1920er Jahren ihre Arbeit wieder einstellte?
Der Badische Hauptverein der Deutschen Lutherstiftung mit Sitz in Karlsruhe nahm 1885 seine Arbeit auf. Er ist eines der Glieder des Zentralvereins der Deutschen Lutherstiftung mit Sitz in Berlin, der am 31.10.1883, dem Reformationstag im Jubiläumsjahr des 400. Geburtstages von Martin Luther gegründet wurde.
Gemäß § 1 der Satzungen des Hauptvereins (vgl. Akte Nr. 16) hat er den Zweck, „Erleichterung der Erziehung von Kindern badischer evang. Pfarrer und Lehrer, insbesondere derer auf dem Lande, durch Gewährung von Stipendien und durch Nachweis von Verpflegungsstätten und Unterrichtsanstalten, die dem für die Kinder gewählten Beruf entsprechen„, zu schaffen.
Gemäß § 1 der Satzungen des Hauptvereins (vgl. Akte Nr. 16) hat er den Zweck, „Erleichterung der Erziehung von Kindern badischer evang. Pfarrer und Lehrer, insbesondere derer auf dem Lande, durch Gewährung von Stipendien und durch Nachweis von Verpflegungsstätten und Unterrichtsanstalten, die dem für die Kinder gewählten Beruf entsprechen„, zu schaffen.
Ein Name fällt immer wieder ins Auge: „Privatier Otto Bartning“. Es handelt sich hierbei um den Vater des gleichnamigen und berühmten (Kirchen-)Baumeisters Otto Bartning (d. J.) (1883-1959). Als wohlhabender Hamburger Überseekaufmann ließ er sich mit seiner Ehefrau, einer Tochter des badischen Prälaten Karl Wilhelm Doll (1827-1905), kurz vor der Geburt von Otto in Karlsruhe nieder. Doll wiederum war als Prälat zugleich im Verwaltungsrat der Lutherstiftung (bis 1894). Dies war wohl auch der Grund, warum sich Otto Bartning d. Ä. – auch als Vater von fünf schulpflichtigen Kindern – im Vorstand der Lutherstiftung über lange Zeit engagierte.
Der Bestand weist 88 Akten mit 1,2 Laufmetern auf und hat eine Gesamtlaufzeit von 1883 bis 1923. Er enthält vor allem Rechnungsbeilagen, Gesuche sowie Zeugnisse für Stipendien. Heinrich Löber erstellte eine Klassifikation. Das Findmittel ist online veröffentlicht.
Dadurch, dass es zur Deutschen Lutherstiftung keine Literatur gibt – auch einschlägige Lexika weisen keine Einträge auf -, ist dieser Bestand ein wichtiges Zeugnis dafür, in welchem Maße sich in der Badischen Landeskirche für eine Förderung einer angemessenen Bildung für den eigenen Nachwuchs eingesetzt wurde.
Der Bestand weist 88 Akten mit 1,2 Laufmetern auf und hat eine Gesamtlaufzeit von 1883 bis 1923. Er enthält vor allem Rechnungsbeilagen, Gesuche sowie Zeugnisse für Stipendien. Heinrich Löber erstellte eine Klassifikation. Das Findmittel ist online veröffentlicht.
Dadurch, dass es zur Deutschen Lutherstiftung keine Literatur gibt – auch einschlägige Lexika weisen keine Einträge auf -, ist dieser Bestand ein wichtiges Zeugnis dafür, in welchem Maße sich in der Badischen Landeskirche für eine Förderung einer angemessenen Bildung für den eigenen Nachwuchs eingesetzt wurde.
Der Zentralverein der Deutschen Lutherstiftung bestätigt dem Privatier Otto Bartning d. Ä. den Erhalt des 10%-Anteils des Badischen Hauptvereins über 227,64 M (11.01.1897) [LkA KA, 102, Nr. 64].





