In eigener Sache

8. September 2023 | | ,
Schön war's. Danke!
Schön war’s. Danke!

Nach fast 15 Jahren Dienst im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche in Baden scheide ich nun aus und trete eine neue Arbeitsstelle an. Über zehn Jahre hatte ich die Benutzendenberatung und -betreuung inne, so dass ich mit zahllosen Menschen in Kontakt getreten und ihnen begegnet bin. Von ihnen möchte ich mich verabschieden. Ein besonderes Anliegen war mir, jedes an uns herangetragene Rechercheanliegen ernst zu nehmen und Wege aufzuzeigen, die im besten Falle zum Erfolg verhalfen.

Für mich ist dies ein Anlass, eine kleine Rückschau zu halten: Was ist in diesen Jahren für Sie als Nutzende an Wesentlichem passiert?
Zu nennen ist die Tiefenerschließung der reichlich 7.600 Kirchen- und Familienbücher. Sie mündete – neben dem Erstellen von Findmitteln – in der Digitalisierung und Veröffentlichung im Kirchenbuchportal sowie möglichen Einsichtnahme des Gesamtbestandes in unserem (digitalen) Lesesaal. Unser Archiv – und damit unsere Landeskirche – war übrigens von Anfang an (2015) im Kirchenbuchportal überdurchschnittlich stark vertreten und hatte bereits ein Jahr später seinen Gesamtbestand als erstes beteiligtes Archiv überhaupt geliefert.
Ostregal des Lesesaals
Das „Ostregal“ des Lesesaals mit seinen bemerkenswerten Beständen der Ortsfamilien- und Pfarrerbücher

Des Weiteren ist der im Jahre 2021 gemeinsam mit der Landeskirchlichen Bibliothek in Betrieb genommene Lesesaal (vgl. Blogbeiträge von Anfang 2021) zu erwähnen. Damit ging ein jahrzehntelang gehegter Wunsch in Erfüllung. Und ein Archivbesuch lässt die Nutzenden seitdem in eine historische Aura eintauchen.

In der Präsenzbibliothek des Lesesaals ist für Archivnutzende das „Ostregal“ von Belang, wo neben (territorial)kirchen- und familiengeschichtlicher Literatur die Bestände badisch-evangelischer Ortsfamilienbücher sowie evangelischer Pfarrerbücher wegen ihrer Vollständigkeit bemerkenswerte Instrumente sind. Sie sind über den Landeskirchlichen Bibliothekskatalog recherchierbar.
Viel Freude hatte ich an den von mir betreuten Deposital-, Sammlungs- und Nachlassbeständen. Der Bearbeitungsstand kann durch die in die Tektonik eingepflegten Onlinefindmittel auf unserer Homepage vollständig nachvollzogen werden.
Ich konnte also ein Stück weit am „Gedächtnis unserer Landeskirche“ mitarbeiten, es gestalten und manch‘ Bleibendes hinterlassen. „Schön war’s – Danke!“