Albert-Schweitzer-Brief kehrt wieder „nach Hause“

2. Juni 2022 | | ,
Anna Ohnmacht schrieb am 2.06.2022
Eine Besonderheit erhielten die Mitarbeitenden des landeskirchlichen Projekts ‚Pfarrarchiverschließung‚ vor einigen Wochen in ihre Hände: Ein Originalbrief von Albert Schweitzer (1875-1965), dem berühmten Arzt, Theologen, Kulturphilosophen und Musiker.
Geschrieben hat der 80jährige Albert Schweitzer den Brief vor über 65 Jahren, am 24. Mai 1955, an den Justizrat Arnold Kley. Dieser war damals Vorsitzender des Ältestenkreises in Görwihl (Kirchenbezirk Hochrhein). Arnold Kley hatte Albert Schweitzer angefragt, ob das neue evangelische Görwihler Gemeindehaus dessen Namen tragen dürfe. Darauf antwortete Schweitzer, dass dies ihm eine Ehre wäre.
Zu Weihnachten 1955 übereignete Herr Kley den Brief dann dem Albert-Schweitzer-Haus in Görwihl.
Als das Gemeindehaus im Jahre 2012 aufgegeben wurde, wurde der Brief schließlich einer Gemeinde zugeeignet, die ebenfalls ein Albert-Schweitzer-Gemeindezentrum betreibt – die Christusgemeinde in Karlsruhe.
Über das Projekt, das auch die Görwihler Akten bearbeitet, wird der Brief nun wieder seiner ursprünglichen Provenienz zugeordnet und in das Archiv der Kirchengemeinde Albbruck-Görwihl Eingang finden. Nach dessen Bearbeitung wird das Archiv mit einem Findmittel recherchierbar und werden dadurch dessen Akten zielgerichtet einsehbar sein.
Albert-Schweitzer-Brief vom 24.05.1955
Dieser Brief von Albert Schweitzer hing viele Jahre im Pfarramt der Christuskirche Karlsruhe und kehrt nun zurück nach Görwihl [LkA KA, 044. Albbruck-Görwihl, o. Sign.]