„Das Gegenteil von gut …
… ist bekanntlich gut gemeint“. Alte Reparaturen mit Selbstklebebändern oder nass verklebten Stabilisierungen wie sie im lutherischen Kirchenbuch Lahr-Dinglingen 1652 – 1702 (mit Konfirmanden 1655-1659, Chronik und Kollektenregister 1655-1658) vorkommen, sind in vielen Kirchenbüchern anzutreffen. Bei Rissen, Fehlstellen und Tintenfraß wusste man sich oft nicht anders zu helfen und schritt selbst zur Tat, um die Nutzbarkeit dieser wichtigen Dokumente zu gewährleisten.
Im Falle des Mischbuchs aus Lahr-Dinglingen haben diese Reparaturen jedoch mehr geschadet als genutzt und wurden daher in der Restaurierungswerkstatt des Landeskirchlichen Archivs entfernt. Anschließend wurden der Tintenfraß behandelt, Fehlstellen und Risse mit Japanpapier ergänzt bzw. stabilisiert.
Die Benutzbarkeit des Buches wurde dadurch wiederhergestellt und sogar die Lesbarkeit im Vergleich zum Mikrofilm (1960er Jahre) an vielen Stellen verbessert, wie beispielhaft an den Taufeinträgen 1674/75 zu erkennen ist (S. 65 f.).
- Kirchenbuch Dinglingen S. 65 im Mikrofilm (ca. 1962)
- Vorher-Nachher-Ansicht (S. 65) [KB Lahr-Dinglingen (luth.) Mischbuch 1652 – Jan. 1702; Depositum] Dinglingen Seite 65 vorher vom Film (ca. 1960) Kirchenbuch Dinglingen S. 65 im Mikrofilm (ca. 1962)











