Am Arbeitsplatz ist es doch am Schönsten
Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass vieles auch bei uns im Archiv anders läuft. Die meisten Kolleginnen und Kollegen sind derzeit im Home-Office und kommen nur hin und wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Doch was macht ein Archivmitarbeitender im Home-Office ohne Akten? Das Landeskirchliche Archiv nutzt diese Chance, Findbücher aus den letzten 30 oder mehr Jahren, die nur analog vorliegen, zu retrokonvertieren. Auch ich habe diese Aufgabe zwei Wochen gemacht. Mein Arbeitsalltag sah folgendermaßen aus: Nach dem Frühstück wurde das „Büro“ auf dem Esstisch aufgebaut, zum Mittagessen wieder weggeräumt, danach wiederaufgebaut und abends verschwand der Laptop wieder in seiner Tasche. Dazu kam der ergonomisch nicht perfekte Esszimmerstuhl.
Jetzt sitze ich wieder an meinem Arbeitsplatz in der Paul-Gerhardt-Kirche, alleine im Büro, und genieße die „normalen“ Arbeitsabläufe und auch die Arbeit mit den Akten.
Der Corona-Virus sorgt dafür, dass man die kleinen Dinge im Leben wieder schätzt. Und wenn es nur der eigene Schreibtisch im eigenen Büro ist, den man unter normalen Umständen vielleicht gerne gegen Home-Office austauschen würde.





