Tackern ohne Metallklammern – ein umwelt- und ressourcenschonendes Werkzeug
Haben Sie schon mal Heftklammern aus Dokumenten entfernt? Vielleicht vor dem Schreddern der Akten im Aktenvernichter? Ja? Dann wissen Sie bestimmt, wie furchtbar lästig das ist. Zwar gibt es Enthefter als Hilfsmittel, dennoch hat man sich schnell die Haut am Metall aufgeritzt oder einen Fingernagel abgebrochen.
Sie haben das noch nie gemacht? Dann probieren Sie es doch mal aus, macht keinen Spaß!
Die wenigsten von Ihnen werden sich Gedanken über Heftklammern machen. Für Archivarinnen und Archivare ist das jedoch ein Thema aus dem Arbeitsalltag. Die Metallklammern im Papier fangen teilweise sehr schnell an zu rosten, viele Unterlagen werden auf diese Weise schon nach kurzer Zeit beschädigt. Im Archiv sollen Dokumente jedoch möglichst dauerhaft vor Schaden bewahrt und erhalten werden. Daher ist eine – unbeliebte – Aufgabe im Archiv das Entmetallisieren. In mühevoller Handarbeit werden aus allen Unterlagen, die für archivwürdig befunden wurden, Tacker- und Büroklammern entfernt.
Doch Tackern mit Metallklammern ist kein Muss: Inzwischen gibt es eine praktische Alternative, die ohne Metallklammern auskommt. Solche Tacker stanzen eine Lasche ins Papier, mit der die Seiten zusammengehalten werden. Bis zu zehn Seiten lassen sich auf diese Weise zusammenfügen. Die klammerlosen Tacker gibt es in verschiedenen Designs und Varianten im normalen Bürobedarf oder im Internet – und das schon für kleines Geld. Darüber freuen sich nicht nur Archivarinnen und Archivare. Denn nur ein kleiner Teil von Unterlagen gelangt letztlich ins Archiv. Nein, entscheidend ist, dass damit insgesamt viel weniger Metall ins Altpapier gelangt, das im Recyclingverfahren mühsam und aufwändig aussortiert werden muss. Die Umweltbilanz des Altpapiers kann so verbessert werden. Anschaffen lohnt sich also!






